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SEGOs beim Kugelmüller und in der "Alten Kass"


In Neidlingen steht die letzte noch produzierende Kugelmühle Deutschlands. Grund genug sich die Sache mal anzuschauen. Der SEGO-Kassier Dieter Werne hatte die Idee und 50 Seniorinnen und Senioren folgten am 30. Januar seiner Einladung auf die Schwäbische Alb. In zwei Gruppen ließen sich die Besucher vom Kugelmüller Bernhard Metzler erläutern, wie aus dem Marmor der Schwäbischen Alb glatte, glänzende Murmeln und Kugeln in vielen Farben und unterschiedlichen Schattierungen entstehen.

 

Im Seebach, der durch Neidlingen rauscht, hat Metzler zusammen mit seinem Sohn Stefan, einem Agraringenieur, im Januar 2005 die Kugelmühle wieder hergestellt. Nun wird das alte, mehr als tausendjährige Handwerk wieder belebt und erhalten. Bernhard Metzler kann beigeistert davon erzählen, was für Schätze in unmittelbare Nähe in der Erde lagern. ,,Wir sind hier steinreich, es gibt herrlichen Marmor in der Gegend", so berichtet er. In der obersten Schicht der Alb und im Vorland findet sich der Weißjura oder Schwarzjura wie auf den Fildern. Den entdeckte Stefan Metzler zufällig als das Fundament für das Messeparkhaus über der Autobahn ausgehoben worden ist. ,,Da haben wir uns gleich einen Lastwagen voll Gestein gesichert", freut sich Vater Bernhard. Der Kugelmüller lässt daraus Murmeln und Kugeln verschiedener Größe entstehen. Beige, braune oder auch rötliche Kugeln werden aus den Gesteinsfunden bei Drackenstein, Römerstein, Erkenbrechtweiler und Merklingen gemacht. Jedes kugelrunde Ding ist einzigartig, weil die Steine über lebhafte Muster verfügen.

 

Zunächst stehen die Besucher direkt am Bach um danach 40 Meter Bach aufwärts in der kleinen Manufaktur, einer ehemaligen Molke, die hübschen Kugeln zu bewundern. Dort sieht man wie aus dicken Gesteinsbrocken erst einmal die Rohlinge gehauen werden. Diese werden dann dank der Kraft des Wassers in etwa 24 Stunden zu den kugelrunden Kunstwerken gerollt. Im Winter, so erfuhren die Besucher, werden die Rohlinge schneller zu Kugeln als im Sommer. Bei Vollmond wiederum brauchen die Steine etwas länger um rund zu werden.

 

Nach einer Stunde voller neuer Erfahrungen spazierten die Besucher zur "Alten Kass". Die ehemalige Sparkassenfiliale in Neidlingen hat das Ehepaar Hepperle zu einer rustikal gemütlichen Gaststätte mit angeschlossenem kleinem Laden für Naturprodukte ausgebaut. Bei Speis und Trank genossen die SEGOs mal wieder die angeregte  Unterhaltung.

 

Auffrischung in Erster Hilfe durch DRK-Leute im Clubhaus

 

SEGO-Captain Horst Person dachte sich, dass den Seniorinnen und Senioren wohl eine Auffrischung in Sachen Erste Hilfe gut tun würde. So stand dieser Punkt für Donnerstag, 6. Februar im Winterprogramm. Im Clubraum versammelten sich mehr als 50 SEGOs um sich mit der Materie der Ersten Hilfe zu befassen. Durch die Vermittlung von Inge Mierke konnten Fachleute des Deutschen Roten Kreuzes der Bereitschaftsführer Neuhausen auf den Fildern gewonnen werden, die mit großer Sachkenntnis einen wichtigen Auffrischungskursus boten. Sascha Blank, stellvertretender Bereitschaftsführer in Neuhausen, verstand es glänzend seine aufmerksamen Zuhörer zu informieren. Unterstützt wurde er von seinen DRK-Kollegen Wucherer und Nicole Sust, die praktisch vorführten, was Blank vortrug. Von der ersten Wundversorgung bis zur stabilen Seitenlage, von der richtigen Alarmierung der Rettungsdienste bis zur ersten Maßnahme bei Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Auch die Wiederbelebung bei Verunglückten mit Herzstillstand stand auf dem Programm. Zwei Stunden waren voll mit wertvollen Informationen. Mit großem, dankbarem Beifall wurden die DRK-Helfer verabschiedet.



(Beitrag von Inge Mierke)