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Kunstgenuss und perlendes Gold


Bevor die SEGOs mit ihrer beliebten Kurzwanderung und Einkehr in der Besenwirtschaft ,,Dreimädelhaus“ in Stuttgart-Uhlbach am 3. März das Winterprogramm beschließen, kamen zwei große Gruppen im Februar in den Genuss von zwei erlebnisreiche Führungen.

 

Am Kleinen Schlossplatz im Herzen der Landeshauptstadt stand der inzwischen zehn Jahre alte Glaskubus des Stuttgarter Kunstmuseums im Mittelpunkt des Interesses. Der spektakuläre Neubau bietet nicht nur 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche für die bedeutenden Sammlungen im städtischen Besitz, er ermöglicht auch ungeahnte Ausblicke auf die Innenstadt. Das Kunstmuseum, so erfuhren die Teilnehmer der Besichtigung aus profundem Munde, steht auf einem still gelegten Tunnelsystem.

 

War die Innenansicht des Glaskastens schon eine Reise wert, so konnte auch der zweite Teil der Führung, nämlich die Werke von Otto Dix, stark beeindrucken. Leider blieb gar nicht viel mehr Zeit als sich mit dem Triptychon ,,Großstadt“ (1927/28) und dem berühmten ,,Bildnis der Tänzerin Anita Berber“ aus dem Jahr 1925 zu beschäftigen. Die Führung war jedoch für viele der SEGOs ein Anlass, sich die Ausstellungen im Glaskubus ein weiteres Mal zu Gemüte zu führen.

 

Im Anschluss an den Besuch im Museum hatte Renate Krautwasser als Organisatorin des Tages, Tische im nahe liegenden ,,Ochsen-Willi“ reservieren lassen. Bei einer zünftigen Mahlzeit ließen die Ausflügler den Nachmittag ausklingen.

 

Um Jahrhunderte zurück versetzt fühlten sich die Teilnehmer der SEGO-Veranstaltung am 18. Februar in Esslingen. Schon der Treffpunkt am Renaissance-Portal neben dem historischen Ziehbrunnen des Kessler-Areals war beeindruckend. Die älteste Sektkellerei Deutschlands kann mit der Qualität ihrer Produkte ebenso glänzen wie mit historischem Ambiente. Wird der Sekt doch im Gewölbe des ehemaligen Speyrer Pfleghofes noch heute von Hand gerüttelt und von der eigenen Hefe befreit. In dem inzwischen 800 Jahre alten Kulturdenkmal hatte sich Georg Christian von Kessler 1826 seinen Traum von der eignen Sektkellerei erfüllt. Der gebürtige Heilbronner hatte bei Veuve Clicquot in Rheims sein Handwerk gelernt und das perlende Gold wird auch noch heute nach Champagner-Art hergestellt.

 

Mit ansteckender Begeisterung wurden die SEGOs durch das alte Kellergewölbe und in der gemütlichen Probierstube durch eine exzellente Sektprobe geführt. Sie wissen nun Bescheid, wie der Wein zum Schäumen und Perlen gebracht wird. Genüsslich wurden Hochgewächs und Jägergrün, als Chardonnay, Rose und Riesling brut getestet und für außerordentlich gut empfunden. Mit dem gemeinsamen Essen in der heimeligen Backstub des Weinkellers Einhorn in der Esslinger Altstadt fand ein gelungener SEGO-Ausflug seinen Abschluss.

 



(Beitrag von Inge Mierke)