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In Lorch und Schwäbisch Gmünd


Ein Besuch im Kloster Lorch und in der Stadt der erfolgreichen Landesgartenschau 2014, Schwäbisch Gmünd, standen in diesem Winter auf dem vorweihnachtlichen Programm der SEGOs. Am 4. Dezember brachte der Bus die 33 Ausflügler – unter ihnen erfreulicherweise auch SEGO-Captain Horst Person - zunächst zum ehemaligen Benediktiner-Kloster Lorch, wo zwei Führerinnen in Gewändern aus längst vergangener Zeit die Gäste erwarteten. Bereits im Jahre 1102 wurde das Kloster auf der Anhöhe vor der Stadt Lorch vom Staufer-Herzog Friedrich I. und seiner Familie gestiftet. Durch Bauernkrieg und Reformation wurde das ehemals reich mit Kunstschätzen ausgestattete Anwesen stark mitgenommen. Bereits 1556 wurde aus dem Kloster eine evangelische Klosterschule. Heute sticht das spätgotische Staufergrabmal in der Klosterkirche ins Auge. Im Kapitelsaal können die Besucher das 130 Quadratmeter große, erst 2002 fertig gestellte,  Staufer-Rundbild von Hans Kloss in all seiner prächtigen Farbigkeit bewundern. Im Klostergarten erinnert seit 2008 eine Stele an Irene von Byzanz. Die Frau des Stauferkönigs Philipp von Schwaben ist seit mehr als 800 Jahren im Kloster Lorch begraben.

 

Den Staufern, die sich selbst offenbar nie so nannten, sondern stets als Schwaben,  blieben die Ausflügler auch beim nächsten Ziel auf der Spur. Schließlich darf sich Schwäbisch Gmünd als die älteste Stauferstadt bezeichnen. Die ersten Siedlungshinweise gehen zwar auf die Römer zurück, doch als Stadt erlebte Gmünd im 12. und 13. Jahrhundert seinen Aufschwung. Heute ist die ehemalige Reichsstadt mit knapp 60 000 Einwohnern die größte Stadt im Remstal. Im Gegensatz zum Kloster Lorch blieb Gmünd streng katholisch.

 

Dies alles erfuhren die SEGOs bei einer Führung am Nachmittag durch die hübsche Altstadt. Zuvor hatten sie sich im Wirtshaus im wunderhübschen Rokokoschlösschen inmitten des neu gestalteten Stadtgartens bei einem kräftigen Mittagessen gestärkt. Der Stadtbesuch mündete auch dieses Mal inmitten des Weihnachtsmarktes und gerne traf man sich beim Glühwein wieder. Mit einem abschließenden Besuch in einem der  gemütlichen Cafes wurde nach wiederum einem erlebnisreichen, dieses Mal gar nicht so sehr kalten, Wintertag die Heimreise angetreten.

 

Adventskonzert in Bodelshofe

Zum festen Bestandteil des Winterprogramms der SEGOs gehört das Adventskozert in der kleinen Jakobskapelle in Bodelshofen. Dankwart Rösner machte es auch in diesem Jahr möglich, dass das schmucke Kirchlein zum heimeligen Konzertsaal wurde. Schon zum dritten Mal war der Chor der Familie Kampmann aus Wolfschlugen zu Gast und wieder konnten Sängerinnen und Sänger sowohl als mehrstimmiger Chor als auch als Solisten die Zuhörer begeistern. Die Auswahl der wohl bekannten als auch fremdländischen Lieder verbreitete eine sehr schöne vorweihnachtliche Stimmung. Chorleiter Herbert Kampmann sorgte mit seinen kleinen Vorträgen dafür, dass auch der Humor an diesem Adventsabend nicht zu kurz kam. Der Lehrer am Max-Planck-Gymnasium in Nürtingen hatte in diese Jahr wiederum seine Frau Edeltraud, die Töchter Jana und Fanny und Bruder Reinhardt mitgebracht. Tochter Hannah war verhindert und so komplettierte der junge David, ein Freund der Familie, das Gesangssextett. Das weihnachtliche Programm wurde in vielen Sprachen vorgetragen: von deutsch und schwäbisch, über österreichisch, lateinisch, französisch, englisch bis finnisch.

 

Ein herzlicher Beifall war den Sängern gewiss. Herbert Kampmann bedankte sich bei Natascha und Dankwart für die gewährte Gastfreundschaft. Die Sänger durften im Hause Rösner ihre Probe abhalten und wurden mit Kaffee und Kuchen bewirtet.

 

Nach dem Konzertgenuss traf sich die SEGO-Gesellschaft noch zu einem gemütlichen Abendessen im Gasthaus zum Rössle in  Ötlingen. Der nächste Termin des Winterprogramms ist bereits am 13. Januar 2015. Ein Besuch der Markthalle in Stuttgart mit anschließendem Essen im Ratskeller steht an.



(Beitrag von Inge Mierke)