AK50/1. Vorhang auf zum 1. Akt in Bondorf

Die leeren Champagner-Flaschen sind längst im Altglascontainer verschwunden, aber der Rausch, die 1. Liga erklommen zu haben hält immer noch an.
Im letzten Jahr von den Heroen der Altfuffziger als Abschiedsgeschenk hinterlassen nehmen wir diese Steilvorlage nur zu gerne an.

Derweil zog die Karawane der Aufstiegshelden nun weiter in Richtung AK/65. Der Legendenstatus bleibt ihnen aber allemal für die Ewigkeit erhalten. Namen wie Hertle, Weiler, Häfner, Spieth, Waggershauser, Schmidt, Bauer, Leypoldt und Müller gehen in die (regionalen) Golfgeschichtsbücher ein.

Deutlich verjüngt fand nun unsere Premiere, beziehungsweise Ouvertüre, am 18.04.2026 im Golfclub Domäne Niederreutin, vor der herrlich sonnenbeschienen Kulisse des Oberen Gäus statt. Landschaftlich ein Traum und eine herrliche Oase der Ruhe. Bis auf das permanente Vogelgezwitscher.
Die wunderschönen Fairways standen jedoch im krassen Kontrast zu den grausamen Grüns.
Erster Ligaspieltag in Liga 1 also. Zum Saisonstart haben die neuen Captains, mittlerweile 3 an der Zahl, den Jungs eine geschmeidige Hüfte gewünscht. Was immer auch damit gemeint war, der Ansporn war da.

Es reisten adrenalingeflutet und hochmotiviert bis unter die noch vollständig vorhandenen Haarspitzen an, um unseren Golfclub zu repräsentieren:
Zvonko Matesic (Kapitän), Mark Bauer (Routinier), Jochen König (golferische Bank), Thomas Kazich (Comebacker), Oliver Herrmann (Ex-Freudenstädter) und Sreto Ristic (Ligaspiel-Debütant). Was sollte da eigentlich noch schief gehen.

Doch schon nach wenigen Löchern war bei einigen zu sehen, dass leider weder die Hüfte, noch die Handgelenke locker waren. Dazu kam die laut hörbare Unzufriedenheit über den Zustand des anvisierten Bereichs auf dem Golfplatz, auf dem die Fahne steckt. Dem Berichterstatter verbietet seine gute Erziehung, die gehörten Kraftausdrücke hier wiederzugeben. Zum Glück sind halbwegs kurzgemähte Grashalme und Pilzflecken nicht sensibel.
Lediglich Olli Herrmann kam mit den Bedingungen bestens zurecht. Vermutlich ist dies seiner Freudenstätter Vergangenheit geschuldet. Ein guter Einkauf jedenfalls von Captain Zvonko.
Apropos Zvonko. Der war nach 8 Loch voll auf Kurs 100, als ein einfacher Trigger ihn komplett umkrempelte und er den Matesic-Turbo zündete. Golf ist eben ein „mental game“.

Nachdem der Vorhang gefallen war, gab es bei der Ergebnisverkündung den verdienten Schluss-Applaus. Für die Sieger, die kurioserweise von Platz 1 bis 4 nur 2 Schläge auseinander lagen. Den Sieg schnappte sich per Computerstechen das Team vom Öschberghof vor der Heimmannschaft von Niederreutin. Nur 1 Schlag dahinter lag Solitude auf Platz 3, gefolgt von Schönbuch auf Platz 4.
Für uns hingen die Trauben diesmal zu hoch und eine gewisse Mitschuld haben bestimmt auch unsere Greenkeeper rund um Marius Knorr, die uns seit Monaten mit allzu perfekten Grüns auf unserem Heimatplatz verwöhnen.

Vom Lamborghini Urus auf einen Trabbi umzusteigen ist eben so eine Sache. So bruchlandeten wir schlußendlich auf dem letzten Platz, der mit 1 Punkt „belohnt“ wird.

Es bruddelten über ihre 3-Putts und viel zu kurzen Chips:
Oliver Herrmann 80,
Jochen König 86,
Sreto Ristic 86,
Thomas Kazich 87,
Zvonko Matesic 88 und
(Mark Bauer 95)

Ein Dank geht natürlich auch an die mitgereisten Caddys, die eher seelsorgerische Aufgaben zu
bewerkstelligen hatten.

Bericht: Dr. Hans-Dieter Müller