Austragungsort: GC Owingen-Überlingen
Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen begrüßte uns der GC Owingen-Überlingen zum Saisonauftakt der 1. Liga AK30. Der Platz präsentierte sich angesichts der frühen Jahreszeit in beeindruckend gepflegtem Zustand – die Greenkeeper haben hier ganze Arbeit geleistet, und selbst eingefleischte Nörgler unserer Mannschaft mussten zähneknirschend zugeben, dass man an den Fairways, Bunkern schlicht nichts auszusetzen hatte. Außer die Grüns waren angesichts des frühen Saisonstart nicht spurtreu. Bis auf die letzte Tatsache, was das Herauszaubern einer zünftigen Ausrede natürlich deutlich erschwert.
Die Mannschaft des GCKW trat nach dem hart erkämpften Aufstieg hochmotiviert und in bester Stimmung an. Denn der Vergleich mit den übrigen Teams der 1. Liga offenbarte recht schonungslos, dass man in dieser Spielklasse offenbar anderen Gepflogenheiten folgt – etwa der, den Ball tatsächlich dorthin zu spielen, wo man ihn haben möchte. Eine Unsitte, auf die wir uns erst noch einstellen müssen.
Zur Analyse der Ergebnisse haben wir im Anschluss eine umfassende Ursachenforschung betrieben und sind auf folgende, unzweifelhaft stichhaltige Gründe gestoßen:
- Die Pollenbelastung war an diesem Tag am Bodensee laut zuverlässiger Eigeneinschätzung historisch hoch. Dass manche Spieler ihre Allergie erst auf dem Fairway entdeckten, tut der Diagnose keinen Abbruch.
- Mehrere Spieler klagten über Rückenbeschwerden, die sich interessanterweise exakt nach jenen Schlägen manifestierten, die im Wasser, im Rough oder auf dem Nachbarfairway landeten. Die Sportmedizin wird sich dieses Phänomens sicher bald annehmen.
- Die Puttanzahl lag bei einigen Teilnehmern in einem Bereich, den man sonst nur aus dem Minigolf-Urlaub mit der Schwiegermutter kennt. Hier vermuten wir eine Fehlkalibrierung der Grüns durch den Platzbetreiber – eine offizielle Beschwerde ist in Vorbereitung.
- Die Schläger waren erwiesenermaßen noch nicht aus dem Winterschlaf erwacht. Ein neuer Satz ist bei mehreren Mannschaftsmitgliedern bereits bestellt – rein präventiv, versteht sich.
- Schließlich war das Frühstücksbuffet in den Hotels oder bei der Verwandschaft derart verführerisch, dass die anschließende Beweglichkeit unter dem lag, was moderne Leistungsgolfer gemeinhin anstreben.
Trotz dieser widrigen und gänzlich unvorhersehbaren Umstände bleibt festzuhalten: Die Mannschaft des GCKW ist kampfbereit, die Moral ist intakt, und der Blick richtet sich unbeirrt nach vorne. Der Klassenerhalt bleibt unser erklärtes Saisonziel – ein Ziel, das wir mit der Mischung aus Kampfgeist, Erfahrung und einem gut sortierten Arsenal an Erklärungen auch erreichen werden.
Zu den Ergebnissen
Auf dem Par 73 Platz spielten:
Mirko Prerauer 83
Claudius Haas 83
Simon Schade 84
Dr. Michael Hegemann 89
Rafael Gawenda 92
Felipe Ruiz Echeverri 92
Sieger des Spieltages die Mannschaft aus Niederreutin vor den Gastgeber aus Owingen-Überlingen.
Zur Einschätzung: Die beste Runde des Tag eine 73, danach 78 und schlechter.
Wir danken dem GC Owingen-Überlingen für die hervorragende Gastfreundschaft, den fairen Gegnern für ihre – nun ja – bedauerlich präzise Spielweise und unseren eigenen Rücken für die zumindest teilweise Kooperation.
Auf zum nächsten Spieltag. Dort wird alles anders. Versprochen.
Bericht Claudius Haas
