Segos unterwegs auf der Ostalb: In Heidenheim und Königsbronn
Schon seit mehr als einem Dutzend von Jahren steht im Winterprogramm der Segos der Besuch einer Stadt im näheren und weiteren Umkreis an. Am 20. Februar in diesem Jahr brachte der Bus 26 Reisende bei strahlendem Sonnenschein nach Heidenheim an der Brenz. Die Kreisstadt auf der Ostalb konnte gleich mal von hoch oben, nämlich von Schloss Hellenstein aus, betrachtet werden. Stadtführerin Jane führte ihre Zuhörer zunächst weit in die Geschichte zurück, war die Gegend, wo heute die 50 000-Einwohner-Stadt steht, doch schon vor stattlichen 80 000 Jahren besiedelt. Später waren sowohl die Kelten wie auch danach die Römer dort auf der Albhochfläche.
Heutzutage ist Heidenheim bundesweit bekannt geworden, weil es die Fussballer vor zwei Jahren in die Bundesliga geschafft haben. Schon seit Jahrzehnten hat die Sportstadt aber auch wegen ihrer Fechter und den internationalen Fechtturnieren einen Namen. Und die Baseballer (Heidenheimer Heideköpfe) sind mehrfacher Deutscher Meister.
Stolz sind die Heidenheimer auf ihre Opern-Schlossfestspiele, die im Sommer im Rittersaal der Schlossruine mit internationalen Solisten, dem phantastischen Opernchor aus Brünn sowie den Stuttgarter Philharmonikern Besucher aus dem weiten Umkreis anziehen. Falls das Wetter für Freiluftaufführungen nicht mitspielt, kann in den Theatersaal im nebenan liegenden Kongresszentrum (mit Hotel) umgezogen werden.
Auf dem steilen Weg vom Schloss hinunter in die Stadt erfuhren die Ausflügler noch viel über die Geschichte der großen Weltfirmen, die in Heidenheim ihren Sitz haben. So der Maschinenbaukonzern Voith GmbH (seit 1867), der bei Turbinen und Maschinen zur Papierherstellung weltweit tätig ist, und die Paul Hartmann AG als älteste deutsche Verbandstoff-Fabrik. Mit hochmodernen Baustoffen experimentiert die Schwenk Zement KG.
Nach dem Mittagessen in einem traditionsreichen Lokal in der Innenstadt spazierten die Segos in das nahe gelegene ehemalige Jugendstil-Volksbad, das heute das Kunstmuseum beherbergt. Marco Hompes, der Museumsleiter, führte die Segos persönlich durch die spannende Ausstellung ,,Krieg und Frieden – Picasso im Spiegel der Sammlung in Heidenheim“.
Mit neuem Kunstwissen ausgestattet erfreuten sich die Segos im originellen Cafe Ver-Edelt im nahe liegenden Königsbronn an Kaffee und Kuchen. Zum Abschluss der ereignisreichen Reise auf die Ostalb besichtigten die Segos noch die im selben Haus liegende Gedenkstätte für den Widerstandskämpfer Georg Elser, der schon im Jahr 1939 versucht hatte Adolf Hitler und viele seiner Gefolgsleute im Bürgerbräukeller zu München umzubringen. Das Attentat misslang, weil die Veranstaltung früher als geplant zu Ende gegangen war. Elser hatte mit seiner Familie als Schreiner in Königsbronn gelebt.
Mit einem Blick auf den Quelltopf der Brenz, die historische Hammerschmiede und auf das hübsche Rathaus verließen die Ausflügler die Ostalb und kehrten wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken versehen in die Heimat zurück.
(Beitrag von Inge Mierke / Fotos von Sylvia Raichle und Ursula Ramthun)