1. Herrenmannschaft GCKW spielt erstklassig in der 1. Liga Baden-Württemberg


Am vergangenen Wochenende durfte sich unsere Herrenmannschaft zum ersten Mal in der obersten Spielklasse des BWGV präsentieren. Gastgeber für dieses tolle Event war der Golfclub Schloss Liebenstein bei Heilbronn.

 

Neben dem Team des GCKW waren einige 'Hochkaräter' dabei. Sich mit den drei Mannschaften aus der ersten Bundesliga der DGL, also Mannheim-Viernheim, St. Leon-Rot und Stuttgart Solitude, messen zu dürfen, war eine spannende Aufgabe. Das starke Feld wurde ergänzt durch Mannschaften der Golfclubs Heddesheim, Monrepos, Rheintal und Scheibenhardt. Da unser Team auf einige Spieler verzichten musste, die sich aktuell zu Studienzwecken im Ausland befinden, unterstützten uns

die AK 30 Spieler Philippe Hofmann und "Jungspunt" Maximilian Hüttmann.

 

Der Startschuss fiel Samstagmorgen um 9:00 Uhr zu einer Zählspielrunde. Zunächst liefen je Team drei Vierer-Paarungen auf den Platz, und danach folgten jeweils vier Einzelspieler. Insgesamt drängelten sich somit 80 hochmotivierte Sportler aus acht Teams über die infolge des trockenen und heißen Sommers sehr anspruchsvolle Golfanlage.

 

Die ersten neun Loch wurden auf dem gelben Kurs gespielt, und bei Halbzeit konnten die meisten Kirchheimer ein durchaus akzeptables Ergebnis präsentieren. Allerdings war dies auch bei vielen der Kontrahenten nicht anders. Nun ging es darum, auf dem deutlich anspruchsvolleren roten Kurs den Score zu halten und mit Taktik und Cleverness vorzugehen.

 

Gegen 13 Uhr kamen die ersten Spieler auf die 18 und beendeten Ihre Runde. Mit den Vierern konnte man im Gesamtvergleich gut abschneiden und mit 22 Schlägen über Par überraschend den vorläufigen vierten Platz belegen. Mit einem Schlag dahinter rangierte der Golfclub Heddesheim.


Die Vierer spielten wie folgt:          

Grant Gouws

Simon Schade

80 (+6)

Johannes Hohnecker

Philipp Starz

82 (+8)

Frank Amhoff

Maximilian Hüttmann

82 (+8)

 

Allerdings war allen bewusst, dass am Ende von der sieben Ergebnissen das höchste aus der Wertung genommen würde, und somit war dieser hauchdünne Vorsprung noch keine Sicherheit.

 

Nach den Vierern folgten die Ergebnisse aus den Einzeln. Hier kam als erstes Laurin Kamm mit einer 77 (+3) ins Clubhaus, mit der er sehr zufrieden sein konnte. Danach folgten Philipp Max Schwab und Jan-Philipp Steinbring mit jeweils einer 82 (+8). Mit diesen sechs Ergebnissen konnten wir zwar zufrieden sein, da kein richtiger Ausreißer nach oben dabei war. Jedoch waren sich alle sicher, dass das Ergebnis für Platz vier wohl nicht reichen würde.

 

Trainer Jimmy Danielsson hatte allerdings noch ein Ass im Anflug, denn Jeremy „Tiger“ Hülsey hatte einen Sahnetag erwischt. Mit einem langen und kerzengeraden Hieb an der 18 brachte er sich für Schlag zwei in eine aussichtsreiche Position, um das Grün des Par 5 mit dem zweiten Schlag angreifen zu können. Die Pre-Shot-Routine abgespult stellte er sich an den Ball - alle warteten gespannt - der Ball kommt und … landete im Grünbunker und blieb in einer sehr unangenehmen Lage liegen. Kein Problem für Jeremy, der den Bunkerschlag sogar fast noch lochte.

Den 2-Meter-Rückputt versenkte er souverän und konnte am Ende eine

70 (-4) unterzeichnen. Obwohl das Feld gespickt mit Spitzenspielern war, wurde Jeremys Runde die zweitbeste des Tages.


Nun stieg wieder die Hoffnung den Platz zu halten, der in den Vierern erreicht wurde. Tatsächlich reichte es bei der Ergebnisverkündung am Abend für den vierten Platz und somit zum sicheren Klassenerhalt

in der 1. Liga  ... Ein Wahnsinnserfolg für das gesamte Team!

 

Das Ergebnis der Zählspielrunde brachte folgendes Gesamtergebnis:

GC Mannheim-Viernheim

+  8

Stuttgarter GC Solitude

+  9

GC St. Leon-Rot

+ 13

GCKW

+ 29

GC Heddesheim

+ 33

GC Hofgut Scheibenhardt

+ 52

GC Rheintal

+ 59

GC Schloss Monrepos

+ 61

 

Am Sonntag konnten wir uns im Matchplay mit den ganz großen Namen des deutschen Amateurgolfs aus St. Leon messen und um den dritten Platz kämpfen.

 

In abermals drei Vierern und vier Einzeln ging es gegen Deutschlands Spitzenteam. Obwohl wir uns der auf dem Papier stehenden Übermacht des Gegners bewusst waren, kam ein Aufgeben überhaupt nicht in Frage. Wir wollten kämpfen und uns ins beste Licht rücken.

 

In den Einzeln, die an diesem Tag zuerst starteten, schaffte es Laurin Kamm bis auf die letzte Bahn, verlor diese jedoch durch einen Chip-In seines Gegners. Jeremy Hülsey hatte das Kanonenrohr am Vortag leer geschossen und musste sich frühzeitig nach Loch 12 geschlagen geben. Noch ein paar Bahnen weiter kämpfte sich JP, jedoch war nach der 15 auch hier Schluss. Philipp Max ging sogar mit einem 'Auf' zur letzten Bahn, verlor das Loch jedoch und konnte das Match am Ende teilen ... Das war der erste halbe Ehrenpunkt für unser Team.


In den Vierer-Matches gab es zunächst auch nicht viel zu holen.

Nach 14 Loch mussten sich Maximilian Hüttmann und Frank Amhoff geschlagen geben, und ein Loch früher war bereits für Grant Gouws und Simon Schade "der Drops gelutscht". Bis zum Ende kämpften Johannes Hohnecker und Philipp Starz um eine Sensation. Nachdem sie lange zurücklagen, schafften sie nochmal die Wende und gingen wie bereits Philipp Max mit einem 'Auf' zur letzten Bahn. Johannes brachte den zweiten Schlag auf Fahnenhöhe auf das Grün, jedoch rund 8 Meter entfernt zum Loch. Ihre Gegner, die nach einem Monsterabschlag nur noch einen kurzen Pitch hatten, lagen deutlich besser zum Birdie, um das Loch zu gewinnen. Philipp „Ice“ Starz krempelte sich kurzerhand die Hose ein wenig hoch, und unter anerkennenden Blicken der Konkurrenz stopfte er den Birdie-Putt und sicherte das Match.

 

Somit stand am Ende eine 5,5 zu 1,5 Niederlage für unser Team fest. Jedoch waren sich alle einig, dass der Auftritt an diesem Wochenende

ein absolut gelungener war, und wir in Baden-Württemberg dieses Jahr zurecht das viertbeste Team geworden sind.

 

Bei allen Begleitern und Unterstützern möchten wir uns abermals bedanken. Ihr seid Spitze.



(Beitrag von Jan-Philipp Steinbring)

V.l.: Philipp Starz, Jimmy Danielsson, Jan-Philipp Steinbring, Udo Steinbring, Johannes Hohnecker, Philipp Max Schwab, Grant Gouws, Maximillian Hüttmann, Jeremy Huelsey, Frank Amhoff,

Simon Schade, Philippe Hofmann