Ob Stuttgart oder Schwäbisch Hall:


Viel Kultur im SEGO-Winterprogramm

 

Der großen Kunst ein klein wenig näher kommen die Teilnehmer des Winterprogramms der Seniorengemeinschaft. Die Große Landesausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart war das Ziel am 18. Januar. In zwei Gruppen ließen sich die SEGOs bei den Führungen von der katholischen Pracht in der Reformationszeit in Bann ziehen. Der Meister von Meßkirch, jener schwäbische Maler, der zu den bedeutendsten Künstlern nach Dürer, Cranach und Grünewald zählt, stand im Mittelpunkt. Seine farbenprächtigen Werke haben auch über die Jahrhunderte nichts von ihrer Strahlkraft verloren. Name und Herkunft des Meisters von Meßkirch sind, trotz eifriger Forschungen, bis heute nicht bekannt. In jedem Falle aber waren der Meister und seine Gehilfen überaus fleißig, denn die Fülle seiner Werke ist beträchtlich.

 

Mit fast 200 Leihgaben aus der ganzen Republik, aus Europa und den USA zählt diese Große Landesausstellung zu den wichtigsten Ereignissen aus Anlass des Reformationsjubiläums. Und daher ist auch das als Hauptwerk der reformatorischen Kunst geltende Gothaer Tafelaltar als Gegenstück zu den Tafeln des Meisters von Meßkirch nach 350 Jahren wieder in Stuttgart zu bestaunen. Der monumentale Flügelaltar wurde um 1538 ursprünglich für das Stuttgarter Schloss geschaffen.

Mit vielen Bildern und geschichtsträchtigem Wissen im Kopf trafen sich die Teilnehmer nach dem Besuch der Staatsgalerie im nahe gelegenen Restaurant Plenum im Haus des Landtags zum Schwätzen und zum Essen. Renate Krautwasser hatte diesen Kunstgenuss organisiert, so wie auch im Dezember schon das bereits zur Tradition gewordene Adventskonzert in der Bodelshofener Jabokskirche. Zu einer ,,Sternstunde“ mit entsprechenden Liedern hatte dort ein Teil des Jugendchors. Columbian aus Wendlingen zum Zuhören und Mitsingen eingeladen. Nach dem Konzert traf man sich noch im Clubhaus zu einem gemütlichen Adventsessen.

 

Bereits Anfang Dezember hatte Inge Mierke zu einer winterlichen Städtetour nach Schwäbisch Hall eingeladen. Nach einer spannenden Führung durch die reich mit Fachwerk bestückte mittelalterliche ehemalige Salzsiederstadt, deren Bürger früher durch den Handel mit Salz und Wein gut leben konnten, nahmen die 44 Ausflügler ein Mittagessen im alten Brauhaus ein. Verborgene Schätze aus Wien mit Meisterwerken von Dürer, Botticelli, Rembrandt, Rubens, Klimt und Hundertwasser wurden anschließend in der beeindruckenden Kunsthalle Würth bestaunt. Eine sachkundige Führung brachte den SEGOs in zwei Gruppen Kunst und Künstler näher.

 

Vor der Heimfahrt mit dem Bus blieb noch genügen Zeit sich auf dem stimmungsvollen Weihnachtsmarkt in Schwäbisch Hall umzusehen, einzukaufen und den obligatorischen Glühwein zu trinken. Zum Abschluss dieses abwechslungsreichen Tagesausflugs waren noch Plätze im Cafe am Markt reserviert, wo sich am Ende noch alle Teilnehmer einfanden.


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(Beitrag von Inge Mierke)